Schülerinnen im Bürgerrat Bildung und Lernen: Raphaela (16 Jahre) und Ajenda (14 Jahre)

Schülerinnen in der Jugendwerkstatt des Bürgerrats Bildung und Lernen: Raphaela (16 Jahre) und Ajenda (14 Jahre) aus Wuppertal. Foto: Montag Stiftung Denkwerkstatt (124 kB)

Schülerinnen und Schüler aus Wuppertal diskutieren für besseres Lernen

Was läuft gut in der Schule, was nicht und was wollen wir verändern, um besser lernen zu können? Darüber haben Schülerinnen und Schüler einer neunten Klasse der Max-Planck-Realschule in Wuppertal-Oberbarmen in der zweiten Kinder- und Jugendwerkstatt des Bürgerrats Bildung und Lernen diskutiert.

Das Ergebnis sind vielfältige und gut begründete Ideen für die Gestaltung des Unterrichts und des Lernalltags – dazu gehören Themen wie mehr Praxisbezug durch Vermittlung von Alltagswissen (z.B. über Steuern und Versicherungen), späterer Unterrichtsbeginn, eine bessere digitale Ausstattung, damit alle die gleichen Chancen haben, sowie eine veränderte Kommunikationskultur zwischen Lehrkräften und Schülerinnen und Schülern.

Hintergrund zu den Kinder- und Jugendwerkstätten

Fast zeitgleich mit dem großen virtuellen Bürger- und Jugendforum, das am 28./29. Mai 2021 mit rund 400 Teilnehmenden stattfand, startete die Kinder- und Jugendbeteiligung im Rahmen des Bürgerrats Bildung und Lernen: in diesem Jahr zunächst mit verschiedenen Werkstätten für Kinder zwischen 8 und 15 Jahren. In den Werkstätten entwickeln die Schülerinnen und Schüler Handlungsempfehlungen für ihren Lernalltag. In den kommenden Wochen finden Präsenzveranstaltungen an unterschiedlichen Schulen und Schulformen in Hamburg, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Bayern statt. Moderiert werden die Werkstätten wie auch die anderen Veranstaltungen des Bürgerrats Bildung und Lernen von IKU_Die Dialoggestalter.

Begleitteam vertritt die Schülerinnen und Schüler  

Aus allen teilnehmenden Schulen werden jeweils zwei Schülerbotschafter oder -botschafterinnen in ein Begleitteam gewählt, das die Sichtweisen und Vorschläge der Kinder und Jugendlichen im weiteren Prozess vertritt. Die Ergebnisse werden in einem separaten Kinder- und Jugendreport zusammengefasst und sollen als eigene Perspektive bei den Sitzungen des Bürgerrats Mitte September und auf dem Bürgergipfel im November 2021 vorgestellt werden. Der Bürgerrat Bildung und Lernen ist der erste Bürgerrat in Deutschland, der gezielt auch die Perspektiven von Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren einbezieht. „Jeder Mensch hat mit Bildung und Lernen zu tun – und ganz besonders Kinder und Jugendliche”, so Sabine Milowan, Projektleiterin des Bürgerrats Bildung und Lernen. „Daher sind ihre Einschätzungen besonders wichtig – gerade jetzt.” Die Altersgruppe junger Menschen zwischen 16 und 27 Jahren war mit rund 100 zufällig ausgelosten Teilnehmenden bereits im Bürger- und Jugendforum vertreten. Davon entwickelte ungefähr die Hälfte im Jugendforum eigene Vorschläge, während die andere Hälfte ihre Perspektiven ins Bürgerforum einbrachte, an dem Menschen aller Altersstufen teilnahmen. Geplant ist, die Kinder- und Jugendbeteiligung in den kommenden Jahren weiterzuentwickeln und zu ergänzen und die beiden Prozesse noch enger zu verknüpfen.

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