Schülerinnen und Schüler der Montessori-Schule Ingeöheim bei der Kinderwerkstatt des Bürgerrats Bildung und Lernen Foto: © Patric Fouad

„Wie wollen wir lernen?“ 3. Werkstatt an der Montessori Schule Ingelheim

Was läuft gut in der Schule, was nicht – und was wollen wir verändern, um besser lernen zu können? Darüber sprachen Schülerinnen und Schüler einer Lerngruppe aus der 4. bis 6. Klasse der bilingualen Montessori Schule Ingelheim für den Bürgerrat Bildung und Lernen. Im Rahmen einer moderierten Werkstatt erarbeiteten sie vielfältige Vorschläge für die Gestaltung ihres Lernalltags. Besonders wichtig waren den Kindern die Themen Mitsprache („die Meinung von Kindern sollte gehört werden“), Lernen im Freien, Bewegung, Spaß am Lernen z.B. durch Lernspiele, und eine bessere digitale Ausstattung, damit alle die gleichen Chancen haben („Tablets für alle“). Lebhaft diskutierten die Schülerinnen und Schüler außerdem über das Schulessen. Auch hier wünschen sich die Kinder Möglichkeiten der Mitgestaltung – etwa in Form eines „Fridays for Food“. Großes Interesse fand die Einladung, die Perspektiven der Kinder im Begleitteam mit den Schülerbotschafterinnen und -botschaftern der anderen Schulen weiterzudenken und schließlich in den Bürgerrat einzubringen. Aus zehn Bewerberinnen und Bewerbern wurden zwei Kinder per Abstimmung gewählt.

Hintergrund zu den Kinder- und Jugendwerkstätten

Parallel zu dem großen virtuellen Bürger- und Jugendforum, das Ende Mai 2021 mit rund 400 Teilnehmenden stattfand, startete die Kinder- und Jugendbeteiligung im Rahmen des Bürgerrats Bildung und Lernen: in diesem Jahr zunächst mit verschiedenen Werkstätten für Kinder zwischen 8 und 15 Jahren. In den Werkstätten entwickeln die Schülerinnen und Schüler Handlungsempfehlungen für ihren Lernalltag. Bis Ende Juli 2021 finden Präsenzveranstaltungen an unterschiedlichen Schulen und Schulformen in Hamburg, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Bayern statt. Moderiert werden die Werkstätten wie auch die anderen Veranstaltungen des Bürgerrats Bildung und Lernen von IKU_Die Dialoggestalter.

Begleitteam vertritt die Schülerinnen und Schüler

Aus allen teilnehmenden Schulen werden jeweils zwei Schülerbotschafter oder -botschafterinnen in ein Begleitteam gewählt, das die Sichtweisen und Vorschläge der Kinder und Jugendlichen im weiteren Prozess vertritt. Die Ergebnisse werden in einem separaten Kinder- und Jugendreport zusammengefasst und sollen als eigene Perspektive bei den Sitzungen des Bürgerrats Mitte September und auf dem Bürgergipfel im November 2021 vorgestellt werden. Der Bürgerrat Bildung und Lernen ist der erste Bürgerrat in Deutschland, der gezielt auch die Perspektiven von Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren einbezieht. Die Altersgruppe junger Menschen zwischen 16 und 27 Jahren war mit rund 100 zufällig ausgelosten Teilnehmenden bereits im Bürger- und Jugendforum vertreten. Davon entwickelte ungefähr die Hälfte im Jugendforum eigene Vorschläge, während die andere Hälfte ihre Perspektiven ins Bürgerforum einbrachte, an dem Menschen aller Altersstufen teilnahmen. Geplant ist, die Kinder- und Jugendbeteiligung in den kommenden Jahren weiterzuentwickeln und zu ergänzen und die beiden Prozesse noch enger zu verknüpfen.

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