Foto: Petra Ruehle

Kinder- und Jugendwerkstatt im Gymnasium Kirchheim bei München

Nach Ingelheim bei Mainz machte der Bürgerrat Bildung und Lernen seine nächste Station bei München, wo eine 7. Klasse des Gymnasiums Kirchheim an der 4. Kinder- und Jugendwerkstatt teilgenommen hat. Die 20 Schülerinnen und Schüler haben kontrovers diskutiert und neben den Wünschen für die eigene Schule auch Ideen für das bundesweite Schulsystem gesammelt.

Besonders wichtig war der Klasse, auf individuelle Unterschiede zwischen den einzelnen Schülerinnen und Schülern einzugehen und im Unterricht für Abwechslung zu sorgen. Dabei ging es nicht nur um die unterschiedlichen Orte und Uhrzeiten, an denen manche besser oder schlechter lernen können. Auch ein guten Mix aus Methoden und mehr Praxisbezug und lebendiges Anschauungsmaterial im Unterricht waren Wünsche aus der Klasse.

Hintergrund zu den Kinder- und Jugendwerkstätten

Parallel zu dem großen virtuellen Bürger- und Jugendforum, das Ende Mai 2021 mit rund 400 Teilnehmenden stattfand, startete die Kinder- und Jugendbeteiligung im Rahmen des Bürgerrats Bildung und Lernen: in diesem Jahr zunächst mit verschiedenen Werkstätten für Kinder zwischen 8 und 15 Jahren. In den Werkstätten entwickeln die Schülerinnen und Schüler Handlungsempfehlungen für ihren Lernalltag. Bis Ende Juli 2021 finden Präsenzveranstaltungen an unterschiedlichen Schulen und Schulformen in Hamburg, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Bayern statt. Moderiert werden die Werkstätten wie auch die anderen Veranstaltungen des Bürgerrats Bildung und Lernen von IKU_Die Dialoggestalter.

Begleitteam vertritt die Schülerinnen und Schüler

Aus allen teilnehmenden Schulen werden jeweils zwei Schülerbotschafter oder -botschafterinnen in ein Begleitteam gewählt, das die Sichtweisen und Vorschläge der Kinder und Jugendlichen im weiteren Prozess vertritt. Die Ergebnisse werden in einem separaten Kinder- und Jugendreport zusammengefasst und sollen als eigene Perspektive bei den Sitzungen des Bürgerrats Mitte September und auf dem Bürgergipfel im November 2021 vorgestellt werden. Der Bürgerrat Bildung und Lernen ist der erste Bürgerrat in Deutschland, der gezielt auch die Perspektiven von Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren einbezieht. Die Altersgruppe junger Menschen zwischen 16 und 27 Jahren war mit rund 100 zufällig ausgelosten Teilnehmenden bereits im Bürger- und Jugendforum vertreten. Davon entwickelte ungefähr die Hälfte im Jugendforum eigene Vorschläge, während die andere Hälfte ihre Perspektiven ins Bürgerforum einbrachte, an dem Menschen aller Altersstufen teilnahmen. Geplant ist, die Kinder- und Jugendbeteiligung in den kommenden Jahren weiterzuentwickeln und zu ergänzen und die beiden Prozesse noch enger zu verknüpfen.

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