Foto: Ronald Bonss

Letzte Schulwerkstatt 2021: Grundschule Weinböhla bei Dresden

Die fünfte und letzte Kinder- und Jugendwerkstatt in diesem Jahr brachte die Stimmen der bisher jüngsten Teilnehmenden in den Bürgerrat Bildung und Lernen. In der Grundschule Weinböhla, das bei Dresden liegt, fand die Werkstatt mit 19 Schülerinnen und Schülern einer 3. Klasse statt. Die Kinder waren also durchschnittlich 8 Jahre alt und hatten bereits viele klare Ideen, wie sie sich guten Unterricht vorstellen.

Der Wunsch nach weniger theoretischen Lehrmethoden zeigte sich z.B. in der Idee, mit Klassen- oder Schultieren sich nicht nur ganz anschaulich mit Natur, Biologie und Ernährung zu beschäftigen, sondern auch Pflege, Fürsorge und Verantwortung zu lernen. Die bei den Kindern populäre Idee, die Pausenzeiten zu verlängern, zeigt auch in der Grundschule, wie wichtig hier die Balance zwischen Lernen und Freizeit ist. Dabei stand für die Kinder gar nicht im Vordergrund, am besten den ganzen Tag frei spielen zu können. Sie möchten gerne viel lernen – und dabei auch Spaß haben.

Hintergrund zu den Kinder- und Jugendwerkstätten

Parallel zu dem großen virtuellen Bürger- und Jugendforum, das Ende Mai 2021 mit rund 400 Teilnehmenden stattfand, startete die Kinder- und Jugendbeteiligung im Rahmen des Bürgerrats Bildung und Lernen: in diesem Jahr zunächst mit verschiedenen Werkstätten für Kinder zwischen 8 und 15 Jahren. In den Werkstätten entwickeln die Schülerinnen und Schüler Handlungsempfehlungen für ihren Lernalltag. Bis Ende Juli 2021 finden Präsenzveranstaltungen an unterschiedlichen Schulen und Schulformen in Hamburg, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Bayern statt. Moderiert werden die Werkstätten wie auch die anderen Veranstaltungen des Bürgerrats Bildung und Lernen von IKU_Die Dialoggestalter.

Begleitteam vertritt die Schülerinnen und Schüler

Aus allen teilnehmenden Schulen werden jeweils zwei Schülerbotschafter oder -botschafterinnen in ein Begleitteam gewählt, das die Sichtweisen und Vorschläge der Kinder und Jugendlichen im weiteren Prozess vertritt. Die Ergebnisse werden in einem separaten Kinder- und Jugendreport zusammengefasst und sollen als eigene Perspektive bei den Sitzungen des Bürgerrats Mitte September und auf dem Bürgergipfel im November 2021 vorgestellt werden. Der Bürgerrat Bildung und Lernen ist der erste Bürgerrat in Deutschland, der gezielt auch die Perspektiven von Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren einbezieht. Die Altersgruppe junger Menschen zwischen 16 und 27 Jahren war mit rund 100 zufällig ausgelosten Teilnehmenden bereits im Bürger- und Jugendforum vertreten. Davon entwickelte ungefähr die Hälfte im Jugendforum eigene Vorschläge, während die andere Hälfte ihre Perspektiven ins Bürgerforum einbrachte, an dem Menschen aller Altersstufen teilnahmen. Geplant ist, die Kinder- und Jugendbeteiligung in den kommenden Jahren weiterzuentwickeln und zu ergänzen und die beiden Prozesse noch enger zu verknüpfen.

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