Das Redaktionsteam des Bürgerrats 2021 in Fulda ©Montag Stiftung Denkwerkstatt

20 Bürgerräte formulieren Empfehlungen aus

Digitalisierung lernen, das Bildungssystem harmonisieren, individuelle Förderung im Fokus: Welche konkreten Ideen verbergen sich hinter den Titeln, die rund 400 Teilnehmende des Bürgerrats Bildung und Lernen in den letzten Monaten festgelegt haben? Am 8. und 9. Oktober 2021 haben sich 20 Botschafterinnen und Botschafter in Fulda getroffen, um aus den gesammelten Vorschlägen des Bürgerrats Empfehlungen an die Politik zu formulieren.

Fast 50 Teilnehmende hatten sich in Berlin gemeldet, um die Redaktionsarbeit für den Bürgerrat zu übernehmen. Für die 20 aus den Freiwilligen gelosten Bürgerinnen und Bürger in Fulda bedeutete das, in Teams aus sehr unterschiedlich strukturierten Texten eindeutige Botschaften zu formulieren – ohne Inhalte zu verändern oder wegzulassen.

Und, die Arbeit in den Teams bedeutete für einige der aus den verschiedensten Regionen angereisten Teilnehmenden auch, sich noch einmal auf andere Perspektiven einzulassen: Nicht alle hatten vorher an dem Thema gearbeitet, das sie nun gemeinsam ausformulierten. Nicht alle hatten vorher schon mit den Menschen zusammengearbeitet, mit denen sie jetzt am Tisch saßen.

So divers wie die Berufe und Wohnorte der Beteiligten zeigten sich auch in Fulda wieder die Gründe für das Engagement im Bürgerrat: „Ich bin der personifizierte zweite Bildungsweg“, sagte eine Teilnehmerin. Eine andere fühlt sich verantwortlich, weil sie selbst Schülerin ist. Eine ist, nachdem sie Pflegekinder aufgenommen hat, beim Thema geblieben und hat spät Sozialpädagogik studiert. „Die Auszubildenden haben nach den Lockdowns in der Pandemie oft Schwierigkeiten im Beruf und in den Firmen anzukommen“, begründete ein Teamtrainer, warum er nun verstärkt mit jungen Menschen arbeitet. Dass das Bildungssystem auch jenseits von Corona-bedingten Problemen Veränderungen braucht, darin sind sich alle einig. In der Schlussrunde war einem Großteil der Teilnehmenden vor allem wichtig zu fragen: Wie geht es weiter im Bürgerrat? Wie können wir uns in Zukunft weiterhin engagieren?


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