Hintergrund

Der Anlass

Gute Bildung ist ein Menschenrecht. Sie ist Grundlage einer vielfältigen demokratischen Gesellschaft. Bildungschancen entscheiden über die Zukunftsfähigkeit Deutschlands. Seit Jahren jedoch schneidet das deutsche Bildungssystem im internationalen Vergleich schlecht ab. Die Bildungspolitik steht in der Kritik, zu wenig zu unternehmen, um den wachsenden Herausforderungen zu begegnen: Erfolg in der Bildung hängt bei uns immer noch stark von der Herkunft und den Möglichkeiten einer Familie ab. Digitales Lernen und Lehren kann an Schulen häufig nicht umgesetzt werden. Viele Schulen sind sanierungsbedürftig und werden den räumlichen Anforderungen an eine zeitgemäße Pädagogik nicht gerecht. Globale Veränderungen und neue Anforderungen an die Berufe erfordern veränderte Kompetenzen. Die Corona-Krise hat den Reformbedarf der deutschen Bildung noch klarer verdeutlicht – der Druck auf die Politik wächst.

Darum ein Bürgerrat

Was denken Bürgerinnen und Bürger, Eltern, Schülerinnen, Schüler, Auszubildende und Studierende über die deutsche Bildung? Welche Herausforderungen und Probleme müssen aus ihrer Sicht dringend bearbeitet werden? Wie sehen bildungspolitische Reformen aus, die Probleme lösen und gleichzeitig in der Gesellschaft mehrheitsfähig sind? Der Bürgerrat Bildung und Lernen soll Antworten auf diese Fragen erarbeiten und politischen Entscheidungsträgern mehrheitsfähige Lösungen anbieten.

In dieser Rolle sieht sich der Bürgerrat

Politikgespräch

Der Bürgerrat im Austausch mit der SPD-Vorsitzenden Saskia Esken in Berlin. Foto: Christoph Soeder

Der Bürgerrat Bildung und Lernen ergänzt den demokratischen Dialog um Perspektiven und Erfahrungen aus dem Bildungsalltag von Bürgerinnen und Bürgern. Dabei bestimmen die Teilnehmenden die Themen und Aufgabenstellungen selbst. Die Ergebnisse, die Empfehlungen der Bürgerinnen und Bürger, verstehen sich als zusätzliche Beratungsgrundlage für gute bildungspolitische Entscheidungen.

Die Schritte des Bürgerrats Bildung und Lernen sind wie ein Baukasten gedacht. Die Moderatorinnen und Moderatoren passen den Ablauf immer wieder an aktuelle Entwicklungen und Fragestellungen an. Die Ergebnisse des Bürgerrates sind keine Sammlung von Einzelmeinungen, wie etwa bei Umfragen. Das Ziel des Bürgerrats liegt in gemeinsamen Empfehlungen an Politik und Gesellschaft.

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Die Teilnehmenden

Zufällig ausgewählte Bürgerinnen und Bürger sind die Grundlage des Bürgerrats. In ihrer Auswahl spiegelt sich ein Querschnitt der Gesellschaft: vom Alter über Bildungs- und Herkunftshintergründe bis zu persönlichen Lebensumständen. Es sollen möglichst viele Sichtweisen dabei sein: Der Bürgerrat vertritt unsere Gesellschaft als sogenannte „Mini-Publik“, also eine „kleine Öffentlichkeit“.

Wer steht hinter dem Bürgerrat?

Ins Leben gerufen wurde der Bürgerrat Bildung und Lernen von der Montag Stiftung Denkwerkstatt in Bonn.

Umsetzung, Organisation und Moderation des Bürgerrats Bildung und Lernen übernimmt IKU_Die Dialoggestalter aus Dortmund. Die Kommunikationsagentur planpunkt aus Köln unterstützt den Bürgerrat in der politischen Öffentlichkeitsarbeit.

Das Planungsteam